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Was ist Samulnori?

Samulnori heißt wörtlich übersetzt das „Spiel der vier Dinge“ und ist eine moderne Bühnenform aus traditioneller koreanischer Perkussionsmusik

Hervorgehend aus der traditionellen Musik der Landbevölkerung hat sich in Südkorea seit den 70er Jahren ein Genre entwickelt, welches Jahrhunderte lang überlieferte rhythmische Strukturen und Instrumentierung aus dem Kontext der „Bauernmusik“ herauslöst und für eine moderne Bühne technisch weiterentwickelt. Durch diese Loslösung vom ursprünglichen Kontext verliert die Musik ihren eigentlichen Sinn, der in der Zusammenführung von Mensch und Natur bei Zeremonien und Festen lag und damit immer auch einen spirituellen Charakter hatte.


Doch nach der 36-jährigen japanischen Kolonialherrschaft, dem Korea-Krieg und dem folgenden Prozess der Verwestlichung und Modernisierung vom Ende des 20. Jahrhunderts bis heute, drohte die oral überlieferte Kultur der Riten und Feste in Vergessenheit zu geraten. Im Februar 1978 hat sich eine Gruppe von vier jungen Künstlern, die allesamt in direkter Nachfolge der Namsadang (aus der Tradition der umherreisenden Performance-Künstler) standen, die Tänze und Musik aus der Bindung an die Vergangenheit gelöst und neu erschaffen, angepasst an die neuen Anforderungen der heutigen Gesellschaft und ihrer Bühnenform.

Diese Gruppe nannte sich „Samulnori“ („Spiel der vier Dinge“), womit sie den Begriff „Samul“ aufgriffen, der traditionell eine typische Zusammenstellung von vier Instrumenten bezeichnete: Kkwaenggari (kleiner Gong), Jing (großer Gong), Changgo (Sanduhrtrommel) und Buk (Fasstrommel). Der Erfolg dieser Gruppe in Korea und auf der Bühne der „Weltmusik“ führte dazu, dass die Musik sich als ein neues, unabhängiges Genre, „Samulnori“ genannt, in der internationalen Musikwelt etabliert hat.